Wer wir sind

Situation

Das rassistische Migrations-regime der EU schützt Grenzen und nicht Menschen. People on the Move werden mit Gewalt vor den Türen der EU zurückgehalten und in menschenunwürdigen Lagern leiden gelassen. Über die Situation entlang der sogenann-ten ‘Balkanroute’ ist im deutsch-sprachigen Raum wenig bekannt. Die mediale Berichterstattung beschränkt sich meist auf die Spitzen des Eisbergs.

Forderungen

In Solidarität mit Menschen auf der Flucht fordern wir von der deutschen und europäischen Politik für legale und sichere Fluchtwege zu sorgen und den Menschenrechtsverletzungen an den Außengrenzen in Form von Grenzgewalt und Pushbacks sofort ein Ende zu setzen. Dazu gehört der sofortige Stopp der deutschen Unterstützung nationaler Grenzpolizei und die Abschaffung von Frontex.

Aktionen

Wir wollen politischen Druck aufbauen, um unseren Forderungen Gehör zu verschaffen. Dazu wollen wir mit unseren Aktionen viele Menschen über die Situation entlang der Balkanroute informieren und durch vielfältigen politischen Protest zeigen, dass wir keine Ruhe geben werden, bis die Menschenrechte von Schutzsuchenden auf der Balkanroute eingehalten werden.

Die Regierungen der EU schotten sich ab, indem sie Außengrenzen aus Stacheldraht, Gewalt und rassistischer Diskriminierung errichten. Wir bauen Brücken für globale Bewegungsfreiheit, um diese Grenzen gemeinsam zu überwinden.

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Entstehung

Als Aktivist*innen haben viele von uns direkte Unterstützungsarbeit für Menschen auf der Flucht in Griechenland, Bosnien und Serbien geleistet. Zurück in Deutschland konnten wir das ohrenbetäubende Schweigen der europäischen Politik zu der sich täglich dort ereignenden Gewalt zum Schutz der Grenzen nicht mehr länger hinnehmen. Für uns steht fest: Wir werden nicht mehr wegschauen!

Eine Gruppe von ehemaligen Freiwilligen entschied sich daher im April 2020 dafür, die Balkanbrücke zu gründen und damit auch die Aktivitäten und Schwerpunkte der Seebrücke und weiterer Organisationen um Perspektiven zu ergänzen. Letztendlich haben wir die gleiche Vision: Wir wollen weg von der Europäischen Abschottungspolitik und hin zu Bewegungsfreiheit für alle Menschen!

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Unsere Vision

Das EU-Grenzregime baut auf rassistischen und historisch gewachsenen und (teilweise durch den Kolonialismus geprägten) Macht- und Abhängigkeitsverhältnisse auf. Für uns ist globale Bewegungsfreiheit ein fundamentales Recht aller Menschen!

Um die systematischen Menschenrechtsverletzungen mit denen People on the Move konfrontiert sind zu stoppen, fordern wir unter anderem jetzt von der deutschen und europäischen Politik:

  • Das Ende aller Menschenrechtsverletzungen an den EU-Außengrenzen, wie Pushbacks und die Ausübung weiterer psychischer und physischer Gewalt

  • Das Einstellen jeglicher bundesdeutscher Unterstützung nationaler Grenzregime.

  • Das Einstellen aller laufenden Frontex-Operationen und die Abschaffung von Frontex als Grenzschutzagentur.

  • Europa braucht langfristige und menschenrechtsbasierte Lösungen in ihrer Migrations- und  Asylpolitik. Drittstaaten in Südosteuropa dürfen nicht weiter die Außenposten der EU-Abschottungspolitik sein.

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Was wir tun

Öffentlichkeitsarbeit – Wir möchten als Balkanbrücke dazu beitragen, Distanzen zu überwinden: Informationen über die Entwicklungen entlang der ‘Balkanroute’ sammeln und möglichst niedrigschwellig zur Verfügung stellen, die Zivilgesellschaft über die Situation von People on the Move in Südosteuropa informieren und gemeinsam eigene Informationslücken überwinden.

Netzwerkarbeit – Wir möchten Brücken bauen, um Grenzen zu überwinden: Deshalb ist uns die Vernetzung mit lokalen Personen und Organisationen und People on the Move besonders wichtig. Sie kennen den historischen und politischen Kontext, erleben die EU-Außengrenze tagtäglich und wissen, welche Form der Unterstützung und Solidarität gerade gebraucht wird. Ihre Stimmen müssen sicht- und hörbar gemacht werden, dafür möchten wir eine Plattform bieten.

Solidaritätsarbeit – Mit der AG Balkanbrücke Supports generieren wir Spenden, um diese an Projekte weiterzuleiten, die Menschen auf der Flucht in Südosteuropa unterstützen. So wollen wir zum einen direkte Solidaritätsarbeit leisten und zum anderen Aufmerksamkeit auf die politische Dimension von „Hilfe“ lenken.

Kampagnenarbeit – Wir sehen unsere Aufgabe darin, die Folgen der Europäischen Abschottungspolitk anzuprangern und fokussieren uns dabei auf die europäische und deutsche Verantwortung. Wir wollen politischen Druck aufbauen und fordern eine politische Kehrtwende! In Zusammenarbeit mit anderen Organisationen starten wir dezentrale Aktionen wie Demos, Kundgebungen, und größere Kampagnen, wie bspw. #Abolish Frontex.

Du willst selbst aktiv werden?

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