Jahresrückblick 2025

Balkanbrücke in Aktion

Jahresrückblick 2025

Jahresrückblick 2025

„Wir ordnen mit Klarheit und Konsequenz das Migrationsgeschehen“, erklärte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt zu Beginn des Jahres – und feierte sich damit für den Rückgang der Asylantragszahlen und „irregulären“ Grenzübertritte in 2025. Doch was als Erfolg verkauft wird, bedeutet für viele Menschen an Europas Grenzen Gewalt, Entrechtung und Leid. Illegale Zurückweisungen an den Grenzen, der massive Ausbau der Grenz“schutz“architektur und rechtswidrige Pushbacks von People on the Move sind kein Grund zum Feiern. Entlang der sogenannten Balkanroute bleibt der Bedarf an Unterstützung unverändert hoch, wie unserer Partnerprojekte in Serbien, Bosnien-Herzegowina und Bulgarien berichten. Dank euch konnten wir auch im letzten Jahr aktiv und laut sein und unsere Partnerprojekte vor Ort finanziell entlasten. Mit unserem kleinen Jahresrückblick möchten wir transparent machen, was gelaufen ist und über unsere Arbeit informieren. Und wir möchten Danke sagen für euren Support und euer Interesse an dem, was wir tun!

2025 war für die Balkanbrücke wieder ein Jahr voller Bewegung, Begegnungen und gemeinsamer Aktionen – auf der Straße, in Kinosälen, auf Festivals und online. Trotz der oft bedrückenden politischen Lage haben wir weiter Räume geschaffen, in denen Solidarität spürbar wird und Geschichten von People on the Move Gehör finden. Außerdem konnten wir unser fünfjähriges Bestehen feiern!

Wir freuen uns, dass wir im vergangenen Jahr sechs Filmvorführungen für und mit euch organisieren konnten. Unter anderem haben wir in Berlin, Köln und Wien noch einmal den Film „What we fight for“ zeigen können. Im Gespräch mit den Filmemacherinnen und Protagonistinnen konnten wir unserem Frust Raum geben und gleichzeitig von den empowernden Momenten der Dokumentation zehren.

Beim Webinar „Dublin Deportations from Germany to Bulgaria – Perspectives on the European deportation system & conditions for people on the move“ diskutierten wir mit Partner*innen wie Voice in Bulgaria, dem Kölner Spendenkonvoi, Kirchenasyl Berlin-Brandenburg und No Name Kitchen über europäische Abschiebepolitiken und Wege des Widerstands. Mit dem Webinar haben wir euch zudem ein neues Partnerprojekt – dieses Mal in Bulgarien – vorgestellt. Mehr Informationen zu Voice in Bulgaria findet ihr hier. Einen ausführlichen Bericht zum Webinar und zur Situation von Schutzsuchenden in Bulgarien hier.

Im Sommer waren wir gleich auf fünf Festivals mit Infoständen, Mitmachaktionen und unserem berüchtigten Glücksrad präsent und haben unzählige Gespräche geführt. Danke, dass ihr uns auch mitten im Festivalsommer immer wieder eure Aufmerksamkeit für unsere Themen schenkt.

Der Herbst war für uns geprägt von den Vorbereitungen und Proben rund um unsere szenische Lesung „Still Moving“, die wir gemeinsam mit Schauspielenden und mit Unterstützung der studiobühne Köln erarbeiten und schließlich drei Mal aufführen konnten. Sie rückte persönliche Fluchtgeschichten in den Mittelpunkt und sorgte für einen Moment kollektiven Innehaltens und Zuhörens. Einen ausführlichen Bericht dazu findet ihr hier.

Daneben gab es viele kleine, aber bedeutsame Schritte: eine dritte, kleine Sachspendensammlung, den Start unseres Balkanbrücken-Buddy-Programms für eine nachhaltige Unterstützung unserer Partnerprojekte sowie unsere jährliche Winterspendenkampagne. In Berlin sorgten zudem zwei Quiznächte sowie unsere Frühlings- und Winterveranstaltungen mit Soli-Crêpes nicht nur für gute Stimmung, sondern es konnten auch wichtige Spenden gesammelt werden. Gemeinsam mit artactionsoli organisierten wir außerdem zwei Solidaritäts-Kunstversteigerungen, die kreative Ausdrucksformen mit direkter Unterstützung verbanden.

Außerdem haben wir mit 15 neuen Artikeln auf unserem Newsblog Hintergründe, Stimmen und Berichte zu aktuellen Entwicklungen gesammelt, um euch weiter über die Situation von People on the Move entlang der sogenannten Balkanroute zu informieren und euch die Arbeit unserer Partnerprojekte näherzubringen.

Zu guter Letzt haben wir dank eurer Unterstützung knapp 22.000 Euro in elf Überweisungen an vier verschiedene Organisationen und Einzelpersonen senden können, die entlang der ‚Balkanroute‘ Unterstützung für People on the Move anbieten.

All das war nur möglich durch eure Solidarität, euer Interesse und eure Unterstützung. Danke, dass ihr mit uns für Bewegungsfreiheit, Menschenwürde und Gerechtigkeit an Europas Grenzen einsteht – in 2025 und auch in diesem Jahr!

 

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